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TV-Tipps von Wolfgang Wittenburg:

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„Tatort – Kein Entkommen“, So., 5.2., 20.15 Uhr, ARD

Obwohl die Grippe (zunächst nur) dem Wiener Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) zu schaffen macht, beschäftigt ihn und seine Assistentin eine brutale Gruppe serbisch-nationaler Kriegsverbrecher. Am Ende gibt es über ein Dutzend Leichen! Schon als zu Beginn ein Student erschossen wird, geschieht das äußerst brutal! Da das Opfer aber das falsche war, geht das Morden weiter. Starke Hauptrolle für Christoph Bach (Hauptdarsteller aus dem ZDF-Doko-Film „Dutschke“), nicht nur weil der zu Beginn als Mirko Gradic oder Josef Müller nur in Pyjamahose durchs regennasse Wien rennen muss. Wunderbar ist auch wieder Eisners Assistentin Bibi Feller (Adele Neuhauser). Und am Ende sieht man , dass es „Kein Entkommen“ gibt.

 

„Tsunami – Das Leben danach“, So., 5.2., 20.15 Uhr, ZDF

In diesem gefühlsstarken Melodram (Länge: 95 Minuten) – nach einer wahren Geschichte – verliert die Münchnerin Billi Cramer (Veronica Ferres) zunächst durch die Naturkatastrophe im Spontanurlaub in Thailand 2004 Ehemann (Roeland Wiesnekker) und Kinder. Im Zuge ihrer Trauer findet sie aber Kontakt zum Stuttgarter Michael Schäffer (Hans-Werner Meyer), dessen Frau und Töchter bei dem Tsunami ebenfalls getötet worden sind. Nach 12 Minuten kommt der Tsunami, nach 50 Minuten der neue Mann ins Leben, und nach 54 Minuten fliegt Billi erneut nach Thailand. Es folgen Hochzeit zu zweit (nur Billi uns Michael), ein neues Leben in Südfrankreich, und sogar eine erneute Schwangerschaft. Am Ende des Films sieht man am Strand (kurz, aber nur aus einiger Entfernung) das Paar (mit kleiner Tochter), dem diese Lebensgeschichte tatsächlich widerfahren ist. Und zu Beginn des Abspanns ist zu lesen, dass dieser Film deren verstorbenen Lieben gewidmet ist!

 

„Mord in Ludwigslust“, Mo., 6.2., 20.15 Uhr, ZDF

Wenn die Stralsund-Krimis (mit Katharina Wackernagel als Ermittlerin) im ZDF quotenmäßig so gut funktionieren, warum nicht auch in Ludwigslust einen spielen lassen? Aber dieser ist eher zäh und langweilig! Daran ändern (leider) auch gute Schauspieler wie Anja Kling (als LKA-Analytikerin aus Kiel) und Ina Weisse, Peter Prager und Florian Bartholomäi als Kommissar vor Ort und dessen Assistent nicht viel. Gleich zu Beginn folgt auf eine heiße Liebesnacht ein ziemlich brutaler Mord an der Frau. Diese ist in Ludwigslust nicht nur bekannt, Lulu Schuster war auch die Affäre des mitermittelnden LKA-Mannes aus Schwerin, Mark Condor (Mark Waschke). Mit dem hatte auch die Analytikerin aus Kiel mal eine Affäre – all das hört sich nicht nur verzwickt an.

 

„Renn, wenn du kannst“, Mi., 8.2., 20.15 Uhr, ARTE

Das sehenswerte Kino-Debüt von Dietrich Brüggemann (Schwester Anna spielt die weibliche Hauptrolle und ist Co-Drehbuch-Autorin) zeigt, was passieren kann, wenn sich Rollstuhlfahrer Benjamin (stark: Robert Gewisdek, Sohn der Schauspieler Corinna Harfouch und Michael Gewisdek) und sein Zivi Christian (Jacob Matschenz) in ein und dieselbe Frau vergucken. Es stellt die Freundschaft auf eine harte Probe. Dieses Art Roadmovie (Länge: 109 Minuten!) beginnt für dessen drei Protagonisten wie ein Spiel, führt Ben aber letztlich zu seinen Ängsten und auch Christian und Cellistin Annika machen Erfahrungen, die sie wachsen lassen und fürs Leben prägen.

 

„Bella Block – Der Fahrgast und das Mädchen“, Sa., 11.2., 20.15 Uhr, ZDF

Dies ist der 31. Fall und Film für die sich inzwischen längst im Ruhestand befindliche Hamburger Kommissarin Bella Block (Hannelore Hoger). Bei Schülern eines Hamburger Gymnasiums taucht plötzlich eine Mordwaffe auf, die vor 30 Jahren bei einem bis dato ungeklärten Banküberfall benutzt worden ist. Bella Block ermittelt verdeckt an der Schule und stößt auf ein Mädchen und zwei Jungen, die zunächst alles leugnen. Die Klasse übt mit ihrer Lehrerin (Katharina Wackernagel) gerade die Kurzerzählung „Der Fahrgast“ von Franz Kafka als Theaterstück ein und besonders der introvertierte Lenny (stark, und äußerlich sehr verändert: Jacob Matschenz) scheint von dem Stück begeistert zu sein. Endlich mal wieder ein „Bella Block“ bei dem Spannung und Psyche im Vordergrund der Geschichte (Buch: Fabian Thaesler, Regie: Torsten C. Fischer) stehen. Und am Ende werden dann noch sehr viele Statisten als Sondereinsatzkommando aufgefahren.

 

„Tatort – Ordnung im Lot“, So., 12.2., 20.15 Uhr, ARD

Genauso ungelenk und schräge wie der Titel kommt auch der 25. Bremer „Tatort“ von Kommissarin (und diesmal auch Frischluft-Fanatiker) Inga Lürsen (Sabine Postel) daher. Den Bremer ansich stört, dass in den ersten 5 Minuten immer wieder (völlig untypisch!) Moin zur Begrüßung gesagt wird! Der Fall: Ein Tankstellenbesitzer liegt erschossen im Verkaufsraum, ein Raubmord ist schnell auszuschließen. Die einzige Zeugin ist verwirrt und leidet an paranoider Schizophrenie. Kommissarin Lürsen und Assistent Stedefreund (Oliver Mommsen) dringen bei ihren Ermittlungen tiefer in die Familienverhältnisse ein, als ihnen lieb ist. Für Claudia Prietzel (auch Regie) und Peter Henning, die als Autoren-Team seit 12 Jahren zusammen arbeiten, war es faszinierend für das Drehbuch in die Welt einer erkrankten Person einzusteigen und wirklich zu versuchen, zu verstehen, wie der Bezug zur Welt langsam verloren geht. Wem aber diese intensive Aus­einandersetzung mit dem sehr speziellen Thema fehlt, den lässt dieser Film irgendwie ratlos zurück.

 

„Vater Mutter Mörder“, Mo., 13.2., 20.15 Uhr, ZDF

Im Arbeitstitel hieß das Familiendrama noch „Vater eines Mörders“, nun kommt der gute, aber harte TV-Film (Buch und Regie: Niki Stein) als Vater (Heino Ferch), Mutter (Silke Bodenbender) und Mörder (Merlin Rose) daher. Als Fotojournalist Tom Wesnik (Heino Ferch) mit seiner Frau nach einer Feier zurück auf sein Landgut in der Uckermark gefahren kommt, sehen beide Polizei und Rettung in der Dorfnachbarschaft. Wesnik holt seine Kamera und hält drauf, begrüßt nebenbei Bürgermeisterin und Pastor. Dann aber wird er in Gewahrsam genommen, denn sein eigener Sohn Lukas soll drei Menschen (die Eltern von Freundin Katja und seinen Freund Dennis) – wie es im Film immer wieder heißt EISKALT – erschossen haben. Katharina Wackernagel als Anwältin und Jan Gregor Kremp (Auftritt als Professor Balthasar erst nach 66 Minuten) runden die Besetzung ab. Und die Familie muss das Geschehene irgendwie verarbeiten. Vater Tom bringt es nach 29 Minuten auf den Punkt: „Die Pistole hat nicht geschossen, Lukas hat geschossen!“

 

„Facebook“, Mo., 13.2., 22.45 Uhr, ARD

Mit dem Untertitel „Milliardengeschäft Freundschaft“ geht die 45-minütige NDR-Reportage von Svea Eckert, Anika Giese und Charles Miller dem sozialen Netzwerk auf den Grund. Für mehr als 800 Millionen Menschen weltweit gehört Facebook zum Alltag dazu – auch für jeden vierten Deutschen. Facebook selbst hat damit geschätzt mehr als vier Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2011 gemacht. „Unsere Mission ist es, aus der Welt einen besseren Ort zu machen, indem wir offener und ver­netzter werden“, so die Vision des Firmengründers Mark Zuckerberg (27). Doch hinter dem so nützlich scheinenden sozialen Netzwerk steckt auch der aktuell aggressivste Datensammler im Internet. Der Film zeigt, wie das Milliardengeschäft mit der Freundschaft funktioniert. Zuckerberg gewährt einen exklusiven Einblick in seine Arbeit in der Konzernzentrale in Kalifornien. Der ehemalige Harvard-Student verrät ein Geheimnis, nämlich, dass er sein soziales Netzwerk nicht nur auf Technik, sondern vor allem auf psychologischen Konzepten aufgebaut hat.

 

„Uns trennt das Leben“, Fr., 17.2., 20.15 Uhr, ARTE

Auffallend sehenswertes Filmdrama mit guter Thematik und ebensolcher Besetzung: Bei einem Familienfest kommt es (nach nur 4 Minuten) zum tragischen Tod einer 6-Jährigen. Der 8-jährige David (sehr beeindruckend: Jannik Brengel) trifft als Tatverdächtiger in der Psychiatrie auf eine einfühlsame Psychologin (sehr gut: Julia Koschitz). Die hat einen energischen Vorgesetzten (Dominic Raacke, sonst auch Kommissar im Berliner „Tatort“). Davids Mutter (gut: Anneke Kim Sarnau) ist mit ihrer Situation zunehmend überfordert. Mit dem Schicksal der Eltern des Opfers müssen sich Jasmin Schwiers und Tim Bergmann abfinden. Der Newcomer Alexander Dierbach (Buch und Regie) hat mit „Uns trennt das Leben“ eine bemerkenswerte Debüt-Arbeit vorgelegt (bei der dramaturgischen Bearbeitung des Drehbuches Schützenhilfe von der erfahrenen Hannah Hollinger bekommen) und ist dafür mit dem Studio-Hamburg-Nach–wuchspreis „Beste Regie 2011“ geehrt worden. Hinweis: Dieses unter die Haut gehende Drama wird in etwa einem halben Jahr in der ARD als Mittwoch-Film zu sehen sein.

 

„Doppelgängerin“, Sa., 18.2., 20.15 Uhr, ARD

Publikumsliebling Jutta Speidel in einer Doppelrolle als (Dauer-Telefoniererin und) Glaserei-Inhaberin Emma Stöckel und spröde Bauunternehmerin Hedwig von Auenstedt. Heiner Lauterbach als Wolter von Auenstedt und Ehemann letzterer, der sich in deren Doppelgängerin verguckt. Der Knackpunkt ist das Wiesenviertel in München und die Gier der Bauunternehmer (und Politiker). Was gut hätte werden können, kommt (leider) schwunglos daher und wirkt nicht lebendig, weil zu oft bei Gefühlen abgeblendet wird: Statt einer nett inszenierten Keilerei zwischen eifersüchtigen Kontrahenten sieht man nur zwei geschundene Männer (Heiner Lauterbach und Michael Fitz) in einer Nobelkarosse. Und sogar den Kuss von Emma und Wolter sieht man nur als Foto eines Spitzels. Außerdem gibt es etwas zu oft Ausdrücke wie Arschknapp, Scheißegal und Arschloch. Und Katharina Müller-Elmau wird als Emmas Freundin und Anwältin Gudrun im fortgeschrittenen Alter glatt noch einmal Mutter.

 

„Wilsberg – Die Bielefeld-Verschwörung“, Sa., 18.2., 20.15 Uhr, ZDF und Do., 23.2., 20.15 Uhr, ZDFneo

Nächster Fall für Leonard Lansink als schrulliger Münsteraner Privatdetektiv Georg Wilsberg, mit Rita Russek als Ermittlerin Anna Springer und Finanzbeamter Ekki Thalkötter (Oliver Korritke). Gibt es Bielefeld oder nicht? Das ist die merkwürdige Frage in einer skurrilen Geschichte um Verschwörungstheorien, die ihre Längen hat. Einzig der Wieder-Auftritt von Wilsberg früherem Kompagnon Manni Höch (wunderbar: Heinrich Schafmeister), der nun im Bauamt von Bielefeld schafft, ist vielleicht ein kleines Highlight.

 

„Hoffnung für Kummerow“, Mi., 22.2., 20.15 Uhr, ARD

Zwei Tage nach dem 65. Geburtstag von Henry Hübchen („Alles auf Zucker“) sendet das Erste diesen Film, der mittlerweile vier (!) Jahre alt ist und bereits vor geraumer Zeit auf ARTE zu sehen war. Hauptdarsteller Hübchen ist aber der Meinung, dass Thema und Geschichte zeitlos sind und absolut ins Deutschland 2012 passen (und das stimmt auch). Die Geschichte: Wie an vielen Orten der neuen Bundesländer ist der Aufschwung auch an Kummerow vorbeigegangen. Arbeitslosigkeit, Landflucht und Perspektivlosigkeit herrschen vor, nur Oskar Kubiczek (Henry Hübchen) als Bürgermeister und unermüdlicher Optimist hat noch „Hoffnung für Kummerow“. Obwohl auch seine Frau Irmgard (Dagmar Manzel) sich gen Westen bewirbt und sein Freund Nils (Uwe Kockisch, Hauptdarsteller des Commissario Brunetti in den Donna-Leon-Krimis) ihn schwer enttäuscht. Am Ende ist dann aber auch der Bürgermeister der Verzweiflung nahe, da jedoch keimt wirklich leise Hoffnung durch Flusskrebse ...

 

„Die Chefin“ (1/4), Fr., 24.2., 20.15 Uhr, ZDF

Start eines neuen Freitagskrimis – und erstmals (seit es das Format seit 1969 mit „Der Kommissar“ und Erik Ode gibt), ist eine Frau die Ermittlerin. Katharina Böhm spielt Vera Lanz, Hauptkommissarin (mit Vorliebe für Erdnüsse) der Münchner Mordkommission. Nicht nur das Team mit Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) und dem Neuen, Jan Trompeter (Stefan Rudolf – mit auffallend blauen Augen), sind gut, auch dass der eher spröden Kommissarin immer wieder private Probleme dazwischen kommen, sorgt für Abwechslung. Eigentlich war der Krimi für den Samstag-Sendeplatz (um 21.45 Uhr) geplant gewesen, „Die Chefin“ ist aber am Freitag gut aufgehoben und bietet gute Unterhaltung nach gewohnter ZDF-Krimi-Manier. In der Auftaktfolge „Enthüllung“ geht es um den Mord an einer allzu eifrigen Journalisten-Schülerin, die vom Balkon ihrer Stadtwohnung in den Tod stürzt. UND der neue Ermittler Trompeter stellt sich nach 28 Minuten einen Papp-„Derrick“ ins Büro und scheint ihm nacheifern zu wollen. Katharina Böhm sagt dazu: „Vorbilder haben wir nicht, aber das ist eine Hommage an Horst Tappert, der die Erfolgsgeschichte Freitagskrimi mitgeschrieben hat!“ Hinweis: 4 Folgen sendet das ZDF am 2., 9. und 16. März (jeweils um 20.15 Uhr (6 neue werden ab Juni in München gedreht).

 

„Lebe dein leben“, Fr., 24.2., 20.15 Uhr, ARD

Wer am Freitagabend keinen Krimi möchte, sondern einen Schlagerbarden mit Sohn, der kann hier Howard und Wayne Carpendale erstmals in einem Film sehen: Der erfolgreiche Schiffbauer-Spross Finn Sieveking (Wayne Carpendale) trifft nach dem Unfalltod seiner Mutter (sehr kurz: Heidelinde Weis) auf den bis dahin verschollenen Amerikaner Jonathan Clark (Howard Carpendale) – natürlich sein leiblicher Vater! Da der 30 Prozent an der Werft vererbt bekommen hat, muss Finn sich mit ihm arrangieren (Sein Kompagnon bemängelt: „Der Typ, der kann nicht mal richtig deutsch!“ und Howard Carpendale soll gerade um diesen Satz gekämpft haben!). Aber das fällt im Kampf um starke Kontrahenten (Sonja Kirchberger) und unloyale, alte Freunde (Jan Sosniok) nicht mehr schwer. Zu Beginn sieht es stark so aus, als wenn es immer Extra-Licht auf Howies Gesicht gibt (wie früher bei Hans Albers). Am Ende geht es auf zum über Jahre aufgeschobenen Segeltörn von Finn mit der Sekretärin. Beide Carpendales sind der festen Meinung, dass ein Kitsch-Film anders ausschaut, aber das ist schon viel schöne, heile Welt am Freitagabend (mit noch schöneren Hamburg-Bildern).

 

„Tatort – Der traurige König“, Sa., 26.2., 20.15 Uhr, ARD

Guter Fall für die dienst-ältesten Ermittler aus der bayerischen Landeshauptstadt: Kommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) gerät nach 8 Minuten in Bedrängnis, erschießt einen jungen Mann. Kollege Ivo Batic (Miroslav Nemec) steht ihm, wo er nur kann, helfend zur Seite (auch mal mit dem Vortrag eines Märchens, wenn der Franz nicht einschlafen kann, bei einem Glas Rotwein – nach 60 Minuten). Solche Szenen verhelfen zu sehr ruhigen Momenten in dem ansonsten spannenden Krimi (Regie: Thomas Stiller). Dies ist auch ein guter und starker Film über Freundschaft!

 

„Die Braut im Schnee“, Mo., 27.2., 20.15 Uhr, ZDF

Wer hinter dem Titel eine Komödie vermutet, der wird von einem knallharten Thriller (nach dem Roman von Jan Seghers) überrascht sein. Der Krimi spielt in der Main-Metropole Frankfurt – im Winter. Die erste Tote gibt es nach 5 Minuten: eine joggende Zahnärztin ist ermordet worden und in entwürdigender Weise vor ihrem Haus drapiert – in einer Hand hält sie ein Stück eines Brautschleiers. Die 2. Tote folgt nach 20 Minuten. Nach 50 Minuten wird der Kommissar beurlaubt und danach gibt es das 3. Opfer in Film-Minute 66. Kurz vor Schluss kommen die Ermittler dem Täter auf die Spur. Auch wenn der Zuschauer meint, den längst zu kennen, gibt es noch eine ungeahnte Wendung. Das Ermittler-Team ist mit Kommissar Marthaler (Matthias Koeberlin), Bernadette Heerwagen, Jürgen Tonkel und anderen (Chef: Peter Lerchbaumer) gut besetzt. Florian Panzner kommt als Streifenpolizist zur Mordkommission dazu – und Miriam Wechselbraun spielt die Pathologin.

 

„Bis nichts mehr bleibt“, Mi., 29. Februar, 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung des sehr sehenswerten Films über die Machenschaften der Scientology-Church in Deutschland! Seinerzeit wurde auf die übliche Drehstart-Meldung verzichtet, die Teilnahme am Pressetermin war nur namentlich akkreditierten Journalisten möglich, es gab keine DVDs, die vorab zur Ansicht verschickt worden sind. Wenn man einen Film über die Scientology-Sekte produziert und senden will, dann herrscht oberste Vorsicht. Silke Bodenbender und Felix Klare (der Stuttgarter „Tatort“-Assistent von Richy Müller) als Ehepaar in den Fängen der Sekte. Nina Kunzendorf ist sehr gut als Scientologin Helen zu sehen und Sabine Postel und Robert Atzorn spielen gut die besorgten Eltern. Ein sehr interessanter und starker Film, beruhend auf der Basis realer Erlebnisse von Scientology-Aussteigern und intensiver Recherche, der bei seiner Erstausstrahlung (am 31. März 2010) fast 8 Millionen Zuseher erreicht hat!

©Wolfgang Wittenburg – Jede Informationsauswertung honorarpflichtig (1-2012)

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